VDA lehnt neues EU-Regulierungspaket für Unternehmensflotten ab

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat sich klar gegen einen zusätzlichen regulatorischen Rahmen für Unternehmensflotten ausgesprochen, der derzeit auf EU-Ebene diskutiert wird. Ein heute im EU-Umweltausschuss vorgestellter Berichtsentwurf sieht sogar eine Anhebung des ursprünglich diskutierten Ambitionsniveaus vor.

Bestehende Regeln reichen aus – mehr Bürokratie kontraproduktiv

VDA-Präsidentin Hildegard Müller verweist auf bereits bestehende Instrumente wie CO₂-Flottenziele, die Clean Vehicle Directive sowie ESG- und CSRD-Vorgaben. Diese sorgten bereits für ausreichende Steuerung der Flottenelektrifizierung. Zusätzliche Maßnahmen würden die wirtschaftlich ohnehin belastende Transformation weiter erschweren und den administrativen Aufwand für Unternehmen und Flottenbetreiber erhöhen. Die Bundesregierung lehnt den EU-Kommissionsvorschlag ab – eine Position, die der VDA ausdrücklich unterstützt.

540 Milliarden Euro Investitionen angekündigt

Unabhängig davon unterstreicht der VDA das Investitionsengagement der deutschen Automobilindustrie: In den kommenden vier Jahren sollen rund 320 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung sowie weitere 220 Milliarden Euro in Sachinvestitionen – insbesondere in die Werke – fließen.